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1 von 3 Phase

  • Autorenbild: Lisa Ziörjen
    Lisa Ziörjen
  • 6. Feb. 2016
  • 2 Min. Lesezeit

How has your day been so far?

Die ersten drei Wochen meiner Zeit in Neuseeland sind um und somit Phase 1 von 3 abgeschlossen.

Meine Ankunft bei meiner Familie war, als wäre ich erst gestern gegangen. Schön wenn man so willkommen geheissen wird. Seit meiner ersten Anreise, damals mit 16 Jahren liegt doch schon mehr als 14 Jahr zurück.

Vieles ist hier noch gleich und einiges hat sich in den letzten Jahren verändert. Vielleicht habe ich auch Sachen verdrängt oder vergessen.

Die Stadt wächst und wächst, unendlich viel Land wird immer noch bebaut um Wohnraum zu schaffen. Als Konsequenz daraus nimmt auch der Verkehr immer mehr zu. Das Schlange stehen über die Harbour Bridge ist immer noch Alltag. Der öffentliche Verkehr wurde im Süden der Stadt ausgebaut. Im Norden auf der Shore gibt es immer noch die Busse, welche nur auf Winken halten und sowieso immer zu spät sind. Ausser heute, da kam er ganze 3 Minuten zu früh. Das war nicht das einzige, was komisch war. Der Busfahrer fuhr nämlich auch noch am grossen Busterminal vorbei, hat es gemerkt und dann einen U-Turn gemacht und darauf hin nochmals die Bushalte stelle verpasst. Naja... das Ziel erreichte er dann. Aber es ist immer mit viel Glück verbunden, man kann nämlich nicht einberechnen wie lange die Fahrt dauert. Was man aber einplanen muss, ist einen Pullover mit zunehmen, die Busse sind so kalt wie der Supermarkt. Die Abfahrtsorte haben sich auch verschoben, nur wusste das niemand, da hier niemand den ich kenne den Bus benutzt. So stand ich dann halt am falschen Ende des Stadtteils.

Neu gibt es in Auckland anscheinend Fahrradstreifen, leider nur in einem Quartier. Fahrrad fährt hier aber praktisch niemand, da es zu gefährlich ist. Schliesslich sind sich die Autofahrer Velofahrer nicht gewohnt und dadurch nehmen sie auch keine Rücksicht. Wie wir Velo fahren, fahren sie Auto: schön jeder für sich, ausser dass das Auto mindestens 4 Plätze hätte.

Da ich meistens ins nahegelegene Zentrum laufe, es dauert 15 Minuten zu Fuss, ist es doch faszinierend dabei den Verkehr zu beobachten. Die schleichende Kollone im Feierabendverkehr war ungefähr gleich schnell wie ich zu Fuss. Auf 30 Autos kamen 5 in denen mehr als 1 Person sass. Zur Bushaltestelle würde mich meine Familie am Liebsten fahren, aber die 100m schaff ich auch gerade noch zu Fuss. Neben den Velos haben auch die Fussgänger eigentlich keine Rechte. Fussgängerstreifen gibt es eigentlich keine und wenn hat man auch dort keinen Vortritt.

Etwas anderes das ich vergessen habe, ist, dass man hier barfuss ins Restaurant gehen kann und das, ohne dass es jemand komisch findet. So stand letzthin einer barfuss vor mir und einer in den schlammigen Gummistiefeln hinter mir an der Theke.

Täglich habe ich Dejavus und Sachen von früher kommen mir wieder in den Sinn durch Begegnungen, die ich habe.

Heute habe ich zum Beispiel an der Kasse erfahren, dass Schweiz auf Portugiesisch Suica heisst. Hat mir die Kassierin erzählt, nach dem ich erklärt habe, weshalb ich keine Kundenkarte habe und auch keine möchte. So lernt man doch täglich neues.

Bestimmt kommen mir in den kommenden Wochen noch mehr Erinnerungen in den Sinn.

Morgen startet Phase 2 und ich kann endlich Mätthu in meinem zweiten Zuhause willkommenheissen!

Haera ra!

 
 
 

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